Gesundes Mariahilf

Ab Oktober 2016 ist Wien um zwei Gesunde Bezirke reicher. Dann werden auch in Mariahilf und in Rudolfsheim-Fünfhaus verstärkt Aktivitäten und Angebote für mehr Gesundheit, mehr Wohlbefinden und ein soziales Miteinander gesetzt.

Gesundheitsförderung passiert dort, wo die Menschen leben und wohnen – in ihrer Wohnumgebung. Im Bezirk oder im Grätzel kann vieles passieren und verändert werden, was sich auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner positiv auswirkt. Deshalb setzt die Wiener Gesundheitsförderung seit 2010 auf das Programm „Gesunde Bezirke“. Aktuell ist sie in den Bezirken Leopoldstadt, Margareten, Favoriten, Ottakring, Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt verstärkt aktiv.

„Gerade in einer Großstadt wie Wien kommt der zielgerichteten kommunalen Gesundheitsförderung große Bedeutung zu“, ist Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely überzeugt. „Daher haben wir uns entschlossen, diesen Schwerpunkt auf zwei weitere Bezirke auszubauen.“ Thematisch wird der Fokus wie schon bisher auf der Gesundheit von Kindern und von Jugendlichen liegen. Dazu kommt ab Herbst der Themenbereich „Gesunde Nachbarschaft“, bei dem es um die sozialen Beziehungen von Erwachsenen und vor allem von älteren Menschen gehen wird.

Gesundes Mariahilf
Wie viele andere Bezirksaktivitäten funktioniert auch Gesundheitsförderung genau dann am besten, wenn bereits bestehende Strukturen genutzt werden können, wenn mit Einrichtungen und AkteurInnen direkt vor Ort gut zusammengearbeitet werden kann. Für Mariahilf setzt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart auf die Kooperationsbereitschaft im Bezirk. „Wie schon Margareten werden wir zeigen, dass gerade auch ein innerstädtischer Bezirk, in dem viele Menschen auf kleinem Raum leben, gesundheitsfördernde Maßnahmen umsetzen und zu den Menschen tragen kann.“ Rumelhart freut sich darauf, „diesen neuen Weg ab Herbst gemeinsam mit der Wiener Gesundheitsförderung zu gehen.“

Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, und sein Programmteam stecken mitten in den Vorbereitungen für die nächste Phase des Programms „Gesunde Bezirke“. „Uns ist es besonders wichtig, die Bezirksvorstehungen noch stärker einzubeziehen – in die Auswahl der konkreten Maßnahmen je Bezirk, aber auch bei der individuellen Umsetzung.“ Was sich ab Oktober über alle – dann neun – Gesunden Bezirke ziehen wird? „Bereits bestehende und bewährte Angebote der Wiener Gesundheitsförderung werden dort intensiviert. Gleichzeitig wird Gesundheitsförderung im öffentlichen Raum sichtbar und erlebbar gemacht, unter anderem durch Veranstaltungen mit der Life Lounge der Wiener Gesundheitsförderung und ihren interaktiven, spielerischen Modulen zu den Themen Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit“, so Beck.