Aus für Öko-Box

Die Wienerinnen und Wiener sammeln pro Jahr über 350.000 Tonnen an Altstoffen. Die getrennte Altstoffsammlung in Wien ist hinsichtlich Sammelmenge und der Qualität eine Erfolgsgeschichte: Die gesammelte Menge an Altstoffen liegt im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen im Spitzenfeld.

„Dennoch kann die Sammelmenge weiter gesteigert werden, weil immer noch Plastikflaschen, Dosen oder auch Glasflaschen im Restmüll landen. Diese Verpackungen gehen dann für Recycling, Rohstoffschonung und Energieeinsparung verloren.“, so die Vorsitzende des Umweltausschusses, Bezirksrätin Mag.a Andrea Kampelmühler

„Um die Altstoffsammlung für die Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohner so einfach wie möglich zu gestalten, ist eine optimale Information unerlässlich. So beispielsweise auch in Bezug auf das neue, wienweite Pilotprojekt mit dem das Ende der bekannten Öko-Box eingeläutet wird. Gemeinsam mit meiner Fraktion, habe ich daher eine Anfrage in der letzten Sitzung des Bezirksparlament initiiert.“, erklärt Andrea weiter.

„Ich freue mich, dass wir als Sektion 1 in der SPÖ-Mariahilf unserer Andrea bei dieser wichtigen Anfrage unterstützen konnten. Den Gesamttext der Anfrage inkl. der erfolgten Beantwortung veröffentlichen wir an dieser Stelle*, denn miteinander können wir die Recyclingmengen steigern, damit noch mehr verwertbare Altstoffe getrennt gesammelt werden können.“, betont Sektionsvorsitzende Jennifer Sommer.

*Da die Anfrage zur Beantwortung an die zuständige Stadträtin weitergeleitet wurde, kann die Veröffentlichung der Beantwortung erst nach erfolgter Beantwortung durch diese erfolgen.

ANFRAGE
Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher,

damit die Wiener Abfallwirtschaft optimal funktioniert, ist ein adäquates Serviceangebot wichtig. So kann jede und jeder Einzelne mit dem Sammelverhalten dazu beitragen, dass Abfälle durch Sammelsysteme wiederverwendet, stofflich verwertet und somit umweltkonform behandelt werden können.

Mit einem Pilotprojekt in Wien zur Vereinfachung der Altstoffsammlung werden hinkünftig neben leeren Plastikflaschen auch leere Getränkekartons in der Gelben Tonne (im Gelben Sack) gesammelt. Damit hat die bisherige „Öko-Box“ ausgedient.

Das Pilotprojekt wird ausdrücklich begrüßt, da es das Sammeln für die Bevölkerung vereinfacht und die bisher im öffentlichen Raum abgestellten Sammelbehälter verringert. Eine gemeinsame Sammlung kann auch zukünftig einen wichtigen Beitrag zur räumlichen Reduktion der Sammelinseln im öffentlichen Raum darstellen! Diese führen gerade in dicht verbauten Bezirken wie Mariahilf regelmäßig zu schwierigen Situationen (räumliche Ausdehnung, erweiterte Müllablagerungen, Geruchsbelästigung für AnrainerInnen,..).

Da auch die Bewohnerinnen und Bewohner in Mariahilf einen wesentlichen Beitrag zur Öko-Box geleistet haben, sich aber die Neuerungen bisher noch nicht überall herumgesprochen haben, möchten die Bezirksrätinnen und Bezirksräte der Sozialdemokratischen Fraktion mit dieser Anfrage an den Bezirksvorsteher wichtige Informationen einholen und verbreiten. Denn die optimale Information der Bevölkerung schont das Deponievolumen, hilft Schadstoffe gezielt zu erfassen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz.

1)Wann startet das Pilotprojekt in Wien und in Mariahilf?

2)Für welchen Zeitraum ist das Pilotprojekt geplant?

3)Die Erreichung welcher Kriterien spricht für den Erfolg des Pilotprojektes und dessen Fortsetzung in der dauerhaften Einführung?

4)Welche Bezirke sind vom Pilotprojekt erfasst?

5)Wann wird die ÖKO-Box das letzte Mal in Mariahilf abgeholt werden?

6)Was ist der Unterschied zwischen der Sammlung in der Gelben Tonne und der Sammlung im gelben Sack

7)Welche Altstoffe können künftig neben der Plastikflasche gesammelt werden?

8)Ist geplant, die Gelben Tonnen mit erweiterten Symbolen entsprechend zu kennzeichnen?

9)Wie viele Gelbe Tonnen gibt es in Mariahilf?

10)Gibt es eine Service-Telefonnummer für Fragen aus der Bevölkerung?

Information
Mythen der Müllentsorgung: https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/muelltrennung/mythen-muellentsorgung.html